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Tipps zum Skilauf im Frühjahrsschnee


Wie Sie Unfallrisiken durch schweren Schnee minimieren können

Noch ist die Schneelage auf Tirols Bergen ausgezeichnet. Viele Skilifte sind in Betrieb und was ist schöner, als bei warmen Temperaturen, perfektem Sonnenschein und Firnverhältnissen auf Skiern talwärts zu schwingen? Doch was tun, wenn der Schnee vom Firn zum nassen, schweren Frühjahrschnee wird, dem berüchtigten „Haxen-Brecher“-Schnee? Unfallchirurg Dr. Sebastian Heel vom Team des Sanatorium Kettenbrücke hat Tipps für Sie, wie Sie auch im Frühjahr die Unfallrisiken beim Skifahren minimieren können. Unfallambulanz

Gut vorbereitet in die erste Abfahrt

„Im Frühjahrsschnee wirken verstärkt Dreh- und Scherkräfte auf die Gelenke. Der Ski findet sehr guten Halt im nassen Schnee und wird schwerer kontrollierbar. Wer vor dem Start in die erste Abfahrt gut aufwärmt, hat ein geringeres Sturzrisiko. Durch gezielte Aufwärmübungen wird die Muskulatur gut durchblutet und ist so auf die Maximalbelastungen im schweren Schnee besser vorbereitet. Wichtig ist, dass auch nach jeder längeren Pause wieder aufgewärmt wird.“, erklärt Dr. Heel.

Den Verhältnissen angepasst fahren

„Gerade im Frühjahr mit dem schwereren Schnee braucht man viel mehr Kraft beim Fahren und so werden die Skisportler auch schneller müde. Oft wird das aber ignoriert. Passen Sie Ihre Fahrgewohnheiten den Schneeverhältnissen im Frühjahr an: fahren Sie langsamer, legen Sie öfter eine Pause ein, gerade wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Hören Sie auf den eigenen Körper.“, empfiehlt der Experte. Wichtig ist dabei auch, auf die anderen Skifahrer zu achten, die meist mit denselben Herausforderungen zu kämpfen haben.

Wer früh auf der Piste ist, fährt sicherer

Am besten lassen sich Unfallrisiken im nassen Frühjahrsschnee durch gutes Timing des Skiausflugs in den Griff bekommen. Dr. Heel rät, „Wer am Morgen startet, hat bessere Pistenverhältnisse mit leichter zu fahrendem Schnee."

Top-Ausrüstung

Nicht nur im Frühjahr ist wichtig, dass die Skiausrüstung optimal passt. Das heißt, dass der Ski gut präpariert und die Kanten geschliffen sind, aber auch die Bindung optimal auf den Skiläufer eingestellt ist. „Die Bindung sollte man vor jeder Skisaison neu einstellen lassen, weil die modernen Materialien sich übers Jahr selbständig etwas verstellen können und die Bindung dann im Fall eines Sturzes nicht optimal auslöst“, erklärt Dr. Heel.

Wenn doch etwas passiert: rasch handeln

Wenn doch ein Unfall passiert, kommt es oft zu Knieverletzungen. Auch Verletzungen des Schultergürtels sind häufig. „Gerade Bänderverletzungen im Knie sind dabei im ersten Moment nicht unbedingt mit starken Schmerzen verbunden. Tritt jedoch eine Schwellung verbunden mit einem Gefühl der Instabilität auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden“, so der Unfallchirurg. Hier entscheidet der Faktor Zeit über die Prognose bei der Heilung. Spätestens innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Unfall sollte die Verletzung untersucht werden, um späteren Folgeschäden und Bewegungseinschränkungen vorzubeugen.

© Ötztal Tourismus – Bernd Ritschel


Skifahrer; Winterlandschaft