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Sicher in die Skisaison

Skifahrer der stürzt

Tipps zum Minimieren von Unfallrisiken an den ersten Skitagen des Winters

Der frühe Schneefall im November hat bereits die ersten Skibegeisterten auf die Pisten der Gletscher getrieben. Im Dezember öffnen die meisten auch niedriger gelegenen Skigebiete und dem unbeschwerten Schwingen im Schnee auf Skiern oder Snowboard steht nichts mehr im Weg.

Für einen sicheren Start in die neue Skisaison gibt es Einiges zu beachten, weiß Priv.-Doz. Dr. Simon Euler, Facharzt für Unfallchirurgie am Sanatorium Kettenbrücke.

Wechselnde Schneeverhältnisse

„Aktuell haben wir sehr wechselnde Bedingungen auf den Abfahrten. Oben ist viel Schnee, weiter unten fast keiner bzw. oft eisiger Kunstschnee“, erklärt Dr. Euler. Dementsprechend anspruchsvoll gestalten sich die Talabfahrten in vielen Skigebieten. Wichtig ist, das Fahrverhalten den Verhältnissen anzupassen.

Selbstüberschätzung als Risiko

Auch wer das ganze Jahr regelmäßig Sport treibt und sich fit hält muss davon ausgehen, dass über den Sommer die für den Skisport wichtige Koordinationsfähigkeit abnimmt und die dabei speziell beanspruchte Muskulatur schwächer wird. Ein nahtloses Anknüpfen an die Leistungen des letzten Winters ist nicht möglich. Die Überschätzung des eigenen Könnens gilt daher als eines der größten Unfallrisiken beim Winterstart.

Gezielte Vorbereitung für Mensch und Material

Um so gut wie möglich ins Skivergnügen zu starten, sollten SkifahrerInnen und SnowboarderInnen daher Zeit in die gezielte körperliche Vorbereitung investieren. „Oft genügen schon ein paar Trainerstunden in einem Therapiestudio, beim Physiotherapeuten oder beim lokalen Sportverein, um die richtigen Übungen für zu Hause mitzubekommen zur Stärkung der für den Wintersport wichtigen Muskelpartien“, so Dr. Euler. Der Fokus beim Training ist auf die Bereiche Rumpfstabilität, Bein- und Gesäßmuskulatur sowie insbesondere die kniestabilisierende Muskulatur zu legen.

Auch das Material muss entsprechend „fit“ gemacht werden: Bindungseinstellungen können sich über den Sommer leicht verstellen, der Kantenschliff ist vielleicht auch nicht mehr optimal. Ein professioneller Skiservice vor dem ersten Skitag ist ratsam, um mit gut gewartetem Material und einer Bindung, die im Sturzfall optimal auslöst, Unfallrisiken zu minimieren.

Unfallrisiken im Skigebiet

Gerade zu Beginn des Ski-Winters werden mehrere Faktoren im Skigebiet zur Gefahr für die SportlerInnen. Solange nur wenige Skigebiete geöffnet sind, tummeln sich oft unzählige Schneesportbegeisterte auf den Pisten, was zu Überfüllung und erhöhtem Kollisionsrisiko führt. In manchen Gebieten sind noch nicht alle Pisten freigegeben, was ebenfalls zum Gedränge bei der Abfahrt führt. Wer vorausschauend etwas langsamer fährt und die ersten Skiausflüge mit Rücksicht auf die körperliche Kondition kürzer gestaltet, beugt Unfällen vor.

Vorsicht Tiefschnee

Tiefschneeabfahrten im Spätherbst sind mit Vorsicht zu genießen: die Luft ist im Vergleich zum Hochwinter recht warm, sodass der Schnee schnell „schwer“ wird und die Gefahr für Bänderverletzungen bei einem Sturz extrem ansteigt. „Wir haben heuer bereits vier Kreuzbandrisse operiert, die auf diese speziellen Verhältnisse zurückzuführen waren“, meint der Unfallchirurg.

Wenn doch etwas passiert: rasch handeln

Wenn doch ein Unfall passiert, ist möglichst rasch ein Arzt aufzusuchen. Oft entscheidet auch der Faktor Zeit über die Prognose bei der Heilung. Im Sanatorium Kettenbrücke mit hauseigenem MRT und CT kann rasch eine fundierte Diagnose erstellt werden. Als Vertragspartner von TGKK und BVA können im Sanatorium MRT- und CT-Untersuchungen direkt mit den Kassen verrechnet werden. Das Team der Unfallambulanz umfasst sechs erfahrene Unfallchirurgen und ist bestens aufgestellt für die komplette Diagnostik und rasche Durchführung der notwendigen Therapien und Operationen.

Foto: shutterstock