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Modernste Visualisierung für Prostata-Untersuchungen


Urologen vom Sanatorium Kettenbrücke bisher einzige niedergelassene Ärzte mit Spezialgerät

Bei Verdacht auf Prostatakrebs wurde in der Vergangenheit bei entsprechend erhöhten PSA-Werten bzw. einem klinischen Verdacht umgehend eine Biopsie vorgenommen. Und das, ohne vorher eine Visualisierung der Prostata vorzunehmen, die Auskunft darüber geben könnte, wo sich verdächtiges Gewebe genau befindet. Oft glich die Biopsie damit der „Suche nach der Nadel im Heuhaufen". Stieg bei unauffälligem Befund der Biopsie der PSA-Wert weiter, wurde eine MRT-Untersuchung vorgenommen und wieder Gewebe entnommen. Seit Beginn 2019 ist das nun anders, wie wir im Gespräch mit Priv.-Doz. Dr. Hannes Steiner, Urologe am Sanatorium Kettenbrücke mit Praxis in Innsbruck, erfahren haben.

Neue Untersuchungsrichtlinien bringen viele Vorteile für Patienten

"Die neuen Untersuchungsrichtlinien schreiben die MRT-Untersuchung noch vor der ersten Biopsie vor", erklärt Dr. Steiner. Die Daten vom MRT fließen dann in die Biopsie mit ein, sodass viel zielgerichteter vorgegangen werden kann und meist keine zweite Gewebeprobe entnommen werden muss.

„Die neue Richtlinie erhöht die Untersuchungsgenauigkeit für die Patienten, bevor eine Biopsie vorgenommen wird. Sie liefert Informationen über die genaue lokale Ausdehnung eines Tumors. Und sie erspart den Patienten weitere Biopsien", beschreibt Dr. Steiner die Vorteile für die Patienten.

Bilder übereinanderlegen

Für die Kombination der MRT-Bilder mit dem Ergebnis des Ultraschallgeräts, das für die Biopsie eingesetzt wird, gibt es drei Möglichkeiten. Zum einen, wenig zuverlässig, lässt der Arzt die Ergebnisse aus dem MRT auf Basis seiner Erfahrung ohne technische Hilfsmittel in die Ultraschalluntersuchung und Biopsie mit einfließen. Weiters ist nach einer ersten MRT-Untersuchung die Durchführung der Biopsie bei zeitgleicher neuerlicher MRT-Untersuchung möglich. Dazu braucht der Patient jedoch eine Vollnarkose und daher wird diese Variante international zunehmend verlassen bzw. nur in wenigen Krankenhäusern angeboten. „Der dritte Weg ist wohl der praktikabelste: In einem speziellen Gerät werden die MRT-Bilder mit der Ultraschall-Visualisierung kombiniert“, erklärt Dr. Steiner. Bei der Untersuchung, für die der Patient nur eine örtliche Betäubung braucht, bewegt sich das eingespielte MRT-Bild mit dem Ultraschall-Bild mit. So erhält der Arzt optimale Auskunft über die Gewebestruktur der Prostata und kann die Biopsie zielgerichtet durchführen.

Einzige niedergelassene Praxis mit Spezialgerät

Als einzige private Arztpraxis in Tirol bietet derzeit die Gemeinschaftsordination von Dr. Steiner, Dr. Zangerl und Dr. Skradski in Innsbruck diese Untersuchungsmethode an. Sonst wird diese Spezialvisualisierung in den Krankenhäusern angeboten.

Bild: MRT-Bildausschnitt mit Ultraschall-Bildausschnitt nebeneinander 

MRT-Bildausschnitt mit Ultraschall-Bildausschnitt nebeneinander