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Leistenbruch-OP nicht auf die lange Bank schieben


Experten-Symposium am Sanatorium Kettenbrücke

Internationale Spezialisten für die Operation von Leistenbrüchen haben sich am Fronleichnamswochenende im Sanatorium Kettenbrücke zum dritten Hernien-Symposium mit Live-Übertragung von Eingriffen aus dem Operationssaal getroffen. Initiator der hochkarätig besetzten Veranstaltung, bei der es unter anderem um die Vermeidung von chronischen postoperativen Schmerzen ging, ist Univ.-Prof. Dr. Thomas Schmid, der bei uns am Sanatorium die Hernien-Chirurgie leitet. Ihm gelang es nationale und internationale Hernienspezialisten wie Prof. Dr. David Chen von der Lichtensteinklinik aus den USA und Prof. Dr. Rene Fortelny aus Wien zu gewinnen.

Eine der häufigsten Operationen

Rund 2.500 Tiroler müssen sich pro Jahr einer Leistenbruch-Operation unterziehen. Der Leistenbruch bzw. die Hernie ist damit nach der Blinddarm-OP der häufigste chirurgische Eingriff im Land. „Das Bindegewebe in der Leiste ist auf Grund der anatomischen Entwicklung im Mutterleib bei Männern jeden Alters eine Schwachstelle. Frauen können ebenfalls einen Leistenbruch erleiden, aber das ist zumeist ein Schenkelbruch.“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Schmid. 

Umgehende Behandlung notwendig

Die Leistenbruch-OP sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden, denn die Folgen einer unbehandelten Hernie können problematisch sein. Die gefährlichste Komplikation stellt die Einklemmung von Darm dar. Neue Operationsmethoden ermöglichen einen weitgehend schmerzfreien postoperativen Verlauf.

Nervenschonende Operationsmethoden

Beim Symposium an der Privatklinik wurden vor allem neueste Methoden zur Vermeidung von Verletzungen der Nerven in der Leistengegend diskutiert und ausgeführt. „Drei wichtige Nerven liegen in dieser Körperregion und können bei einem Eingriff potenziell verletzt werden. Durch neue minimal-invasive Operationsmethoden, bei denen die Leiste nicht geöffnet werden muss, können diese Nerven besser identifiziert und geschont werden", so Univ.-Prof. Schmid. Dies ermöglicht den Patienten schon nach wenigen Tagen ihre gewohnte körperliche Aktivität wieder aufzunehmen.

Mit dem Hernien-Symposium hat das Sanatorium Kettenbrücke im heurigen Jahr bereits das zweite Experten-Forum im chirurgischen Bereich beherbergt. Im Mai fand zum zehnten Mal ein chirurgisch-anatomischer Workshop zum Thema Schilddrüse unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Rupert Prommegger mit Live-OPs am Sanatorium statt.

Bild: © orf.at

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