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Innovative Schmerztherapie mit Stoßwellen

Stoßwellentherapie

Ambulante Therapie am Sanatorium Kettenbrücke zur Behandlung von Entzündungen

Ob Tennis- oder Golfer-Ellenbogen, Sehnenansatz-Entzündungen, Kalkschulter, Fersensporn oder Verspannungen in den Faszien des Rückens – es gibt zahlreiche unangenehme Schmerzen, oft ausgelöst durch intensiven Sport, Fehlhaltungen bei Bewegungen oder Abnützung im Alter. Als Alternative zur medikamentösen Behandlung dieser Entzündungen mit Schmerzmitteln bietet sich die innovative Schmerztherapie mit Stoßwellen an. Unfallchirurg Dr. Christian Deml vom Team der Unfallambulanz am Sanatorium Kettenbrücke wendet die Therapie erfolgreich an und erklärt Wirkungsweise und Behandlungsverlauf.

Was Stoßwellen sind und wie sie wirken

„Stoßwellen sind energiereiche, hörbare Schallwellen. In der Medizin wurden sie erstmals in den 80er Jahren zur Auflösung von Nierensteinen eingesetzt“, erklärt Dr. Deml. In der Stoßwellentherapie wird die Energie der Stoßwellen auf die Schmerzzonen im menschlichen Körper übertragen, wo sie ihre heilende Wirkung entfaltet. „Die Wirkungsweise ist so, dass mit den Stoßwellen ein Trauma simuliert wird durch das die Zellen aktiviert werden. Das regt in der Folge Heilungsprozesse an und beschleunigt diese“, beschreibt der Experte.

Wie die Behandlung abläuft

Auf den zu behandelnden Bereich am Körper wird ein Hautgel aufgetragen, um die Stoßwellen ohne Energieverluste ins Gewebe einzuleiten. Dann wird mit einem speziellen Gerät die Schmerzzone umkreist. Dabei gibt es zwei Arten von Stoßwellen und Geräten: fokussierte Stoßwellen und radiale Stoßwellen. „Am besten wirkt die Kombination beider Arten von Wellen in der Therapie. In manchen Fällen arbeite ich auch mit einem Gerät, das hochenergetische Magnetimpulse in den Körper sendet“, so Dr. Deml. Dabei werden Stoßwellen in Form von magnetischen Schwingungen erzeugt, die wiederum Impulse senden. Mit diesem Gerät kann eine größere Fläche des Körpers wie etwa Teile des Rückens behandelt werden. Alle Formen der Stoßwellentherapie sind abgesehen von einem Kribbeln an der behandelten Stelle praktisch nebenwirkungsfrei.

Wann Besserung eintritt

Bei der Therapie mit fokussierten bzw. radialen Stoßwellen braucht es üblicherweise drei bis fünf Sitzungen im Abstand von jeweils ein bis drei Wochen, um eine nachhaltige Besserung der Schmerzen zu erreichen. Bei der magnetbasierten Therapieform sind in der Regel acht Sitzungen mit einer Frequenz von zwei Terminen pro Woche notwendig, um eine stabile Linderung zu erlangen. Jede Sitzung dauert je nach individueller Situation zwischen zehn Minuten und einer halben Stunde.

Für wen diese Therapieform interessant ist

Die Stoßwellentherapie wird mittlerweile in verschiedenen Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt. Neben der Unfallchirurgie gibt es Anwendungen in den Bereichen der Urologie, Gynäkologie sowie der ästhetischen Medizin. „Wir setzen die Therapie häufig bei Sportverletzungen ein, bei sogenannten gedeckten Brüchen, also wenn ein Knochen nicht komplett gebrochen ist, sowie zur Behandlung von Knochenmarksödemen. Dabei handelt es sich um Blutergüsse im Knochen, auch bekannt unter der Bezeichnung Marschfraktur“, erklärt Dr. Deml. Sogar bei Kindern macht die Behandlung mitunter Sinn. Enge Zusammenarbeit pflegt der Unfallchirurg mit dem Wirbelsäulenzentrum des Sanatorium Kettenbrücke – manche PatientInnen dort profitieren ebenfalls von der innovativen Methode. Nicht angewendet werden darf die Stoßwellentherapie bei Tumorerkrankungen oder an Lungengewebe.

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