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Innovationspreis vom Verband der Privatkrankenanstalten vergeben

B. Walder, M. Egerth, A. Schnöller

Visionen Award 2021

Alljährlich wird im Rahmen des Kongresses des Verbandes der Privatkrankenanstalten der Visionen Award für innovative Projekte im Bereich der österreichischen Privat- und Rehakliniken vergeben. Aus der Vielzahl an Einreichungen kürte die unabhängige Jury drei Siegerprojekte, die sich einem brisanten Problem der Gesundheitsbranche annahmen sowie Anleihen aus der Gaming- und Luftfahrt-Industrie holten: Der Hauptpreis ging an die PremiQaMed Privatkliniken für ihr richtungsweisendes Employer Branding-Projekt, gefolgt von zwei Tiroler Betrieben als Zweit- und Drittplatzierte. Das Reha Zentrum Münster holte sich mit dem „ExerG-Projekt für Patient*innen mit altersbedingen Stürzen“ den 2. Platz, den 3. Podestplatz erreichte das Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck für sein interpersonelles Kompetenztraining für Pflegekräfte.

„Der Visionen Award hat sich im Rahmen unseres VPKA Kongress als fixer Bestandteil etabliert. Wir freuen uns, dass wir damit die spannendsten zukunftweisenden Projekte unserer Mitgliedsbetriebe vor den Vorhang holen, die wiederum anderen als Inspiration dienen können“, so Mag. Christina Hattinger, Geschäftsführerin des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs (VPKA). Ermittelt wurden die Preisträger von einer unabhängigen Jury, zusammengesetzt aus FH-Prof.in Mag.a Dr.in Roswitha Engel (Departmentleiterin Angewandte Pflegewissenschaft FH Campus Wien), der Generalsekretärin des europäischen Privatkrankenanstaltenverbandes UEHP, Ilaria Giannico, sowie Susanne Nestler (Director Human Resources bei der voestalpine Metal Forming GmbH).

Vorbildliches Siegerprojekt

So divers wie die Einreichungen setzen sich auch die drei Siegerprojekte des Visionen Awards 2021 des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs zusammen. Der Hauptpreis ging an die PremiaQaMed Privatkliniken für „Employer Branding – Gesundheit.Gemeinsam.Gestalten“, mit dem der Wandel am Arbeitsmarkt adressiert und die Attraktivität als Arbeitgeber gestärkt wurde. Die brennenden Themen Fachkräftemangel, Kulturwandel, Generationenthema und die Attraktivität als Arbeitgeber wurden fokussiert auf die Berufsgruppen Ärzt*innen, Pflegekräfte, IT-Fachkräfte und Verwaltungsmitarbeiter*innen in Wien, Graz und Salzburg analysiert. Darüber hinaus wurden deren grundlegende Werte und Themen recherchiert und nach verschiedenen Methoden Maßnahmen für „Gesundheit.Gemeinsam.Gestalten“ verankert.

Die einhellige Meinung der Jury beschied dem Siegerprojekt „eine Vorbildwirkung auch außerhalb Österreichs, um dem Fachkräftemangel im Gesundheitssektor entgegenzusteuern“ sowie die Initiierung eines „Kulturveränderungsprozesses“ und eine „auf das Wohlbefinden und die Wertschätzung der Mitarbeiter*innen abzielende Wirkung, die der ganzen Branche diene“. Von den verantwortlich zeichnenden Mitarbeiterinnen Mag. Danijela Brkic (Teamleitung HR), Julia Zleptnig (Employer Branding Beauftragte) und Kornelia Müller (Learning & Development Management) nahmen die beiden ersteren in den Stahlwelten der voestalpine in Linz den Hauptpreis entgegen.

Erfolgreiche Tiroler Vorzeigeprojekte

Anleihe aus der Gaming-Industrie nahm sich das ExerG-Projekt des Reha Zentrums Münster. Ziel dieses internationalen Projektes war es, eine innovative digitale Lösung für sturzgefährdete ältere Menschen mit oder ohne körperliche Behinderung zu entwickeln. Mittels Verwendung einer Plattform für Ganzkörper-Videospiele, sogenannten Exergames, können Körperbewegungen bzw. Übungen gesteuert und durch die Kombination von Spiel und Übung ein gleichzeitiges Training der physischen und kognitiven Fähigkeiten der Person erzielt werden. Die therapeutische Wirkung der Exergames konnte in zahlreichen Studien belegt werden und eignet sich gleichermaßen für Patient*innen nach einem Schlaganfall, Parkinson-Erkrankte oder multimorbid geriatrische Patient*innen. Die Jury hob besonders den „Einsatz der Digitalisierung hervor, die einen neuen Zugang im Bereich der Behandlung und Rehabilitation ermögliche“.

Ebenfalls nach Tirol ging der dritte Platz des Visionen Awards. Interpersonelles Kompetenztraining für Pflegekräfte (IC-Pflege) nennt sich das Projekt, das vom Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern in Innsbruck gemeinsam mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen und der Lufthansa Aviation Training GmbH entwickelt wurde. Das Ergebnis war ein nachhaltiges Schulungskonzept, das der Schaffung einer Sicherheits- und Fehlerkultur dient. Erkenntnisse aus dem Luftfahrttraining wurden in Form eines eintägigen Trainings auf klinisch relevante Situationen übertragen und speziell an die vielfältigen Anforderungen an Pflegekräfte ausgerichtet. Der Jury gefiel an diesem Projekt besonders die „Stärkung des Faktors Mensch“ und „dass man sich das Know-how einer ganz anderen Branche zum Einsatz im Pflegebereich zunutze gemacht habe“.

Die Wichtigkeit der Förderung von innovativen Ideen besonders auch in der Gesundheitsbranche wurde durch den Besuch der Tiroler Landesgesundheitsrätin Mag. Annette Leja beim VPKA Kongress unterstrichen.

Text: www.privatkrankenanstalten.at

Foto: 3. Platz Sanatorium Kettenbrücke v.l.n.r.: Benjamin Walder, (DGKP Anästhesie, Sanatorium Kettenbrücke), Mag. Martin Egerth (Lufthansa Aviation Training GmbH), Mag. Andreas Schnöller (Geschäftsführer Sanatorium Kettenbrücke), © Fotostudio Eder