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Haut und Sonne

Kind cremt Papa am Strand mit Sonnenmilch ein

Wieviel Sonne ist gesund? Wann macht Sonne unsere Haut krank und alt? Informationen und Tipps von Dr. Elisabeth Zanon.

Jeden Sommer beschäftigt uns das Thema, wieviel Sonne gut ist für unser Wohlbefinden und vor allem für unsere Haut. Wir haben mit Dr. Elisabeth Zanon, Fachärztin für Plastische Chirurgie am Sanatorium Kettenbrücke, gesprochen.

Sonne für Vitamin D

Grundsätzlich ist die Sonne sehr gut für uns Menschen. Sonniges Wetter hebt die Stimmung, die Strahlen wärmen angenehm, und die Sonne trägt wesentlich zur Bildung des wichtigen Vitamin D bei. „Dafür genügen täglich rund 10 Minuten bei höchstem Sonnenstand im Badeanzug in der Sonne. Da muss man sich nicht einschmieren“, erklärt die Chirurgin. Längere Zeiten an der Sonne mit leichter Bekleidung sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Die Haut als Festplatte

„Unsere Haut ist vergleichbar mit der Festplatte am Computer. Sie speichert jede UV-Strahlung, die sie im Lauf des Lebens aufnimmt. Irgendwann ist das Maß voll und Schäden treten auf“, beschreibt Dr. Zanon das „Sonnengedächtnis“ der Haut. Die Schäden reichen von vorzeitiger Hautalterung bis zur Bildung von bösartigen Zellen im Sinne eines Basalioms - im Volksmund „weißer Hautkrebs“ genannt. Auch Plattenepithelkarzinome können dadurch begünstigt entstehen. Das Altern der Haut wird übrigens auch durch regelmäßige Solarium-Besuche beschleunigt. Damit es nicht soweit kommt, müssen wir unsere Haut gut vor der Sonne schützen.

Sonnenschutz leicht gemacht

Bei Sonnencremes empfiehlt die Fachärztin generell SPF 50 als Schutzfaktor. Vorsicht ist geboten bei alten Sonnenschutzprodukten, die mit der Zeit den Schutzfaktor verlieren. Sonnencremes sollten daher möglichst in derselben Saison verbraucht werden. Auch konsequentes Nachcremen ist notwendig, um die Haut vor der UV-Strahlung zu schützen. Wer in der Sonne Sport treibt, sollte alle zwei Stunden wieder Creme auftragen. An einem schönen Tag im Freibad oder am See ist es wichtig, sich nach jedem Bad neu einzucremen. „Auch die Augen sollte man schützen, indem Sonnenbrillen mit UV-Schutz getragen werden. Männer mit schütterem Haar dürfen auf den Schutz der Kopfhaut und der Ohren nicht vergessen. Hier empfiehlt sich eine Kopfbedeckung“, rät die Fachärztin.

Vorsicht nach Operationen

Als Plastische Chirurgin legt Dr. Zanon besonderes Augenmerk auf schöne Narbenbildung nach operativen Eingriffen. „Solange Narben gerötet sind, ist die Narbenbildung nicht abgeschlossen und man sollte die entsprechenden Körperstellen nicht der Sonne aussetzen. Die Strahlung kann bei frischen Narben zu Pigmentstörungen führen“, erklärt die Spezialistin.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen

Das Tragen von UV-Shirts und -Shorts, die schädliche Strahlung abhalten, gibt zusätzliche Sicherheit, gerade für Kleinkinder, aber auch für Erwachsene. Am Strand oder auf der Liegewiese im Schwimmbad ist es ratsam, für Schatten zu sorgen. Besonders mit kleinen Babys ist das wichtig. Mit nasser UV-Bekleidung oder Bademode sollte man sich nicht in die Sonne legen, denn das kann bei direkter Einstrahlung sehr heiß werden und wiederum Hautschäden hervorrufen.

Ausgerüstet mit Sonnenbrille, Hut und einer großen Tube Sonnencreme kann man schöne Sommertage aber mit gutem Gewissen genießen.

Foto: © Shutterstock