Ok
Mehr Infos
Diese Seite verwendet Cookies.

Home / News / Entspanntes Essen an den Weihnachtsfeiertagen

Entspanntes Essen an den Weihnachtsfeiertagen

Familie beim Weihnachtsessen

Anfang Dezember beginnt für Viele der Stress rund um Weihnachten. Neben den Geschenken setzt auch das kulinarische Programm an den Feiertagen die Gastgeber in den Familien unter Druck. Kekse, Stollen, Zelten und mehr werden bereits Wochen vor der „stillsten“ Zeit im Jahr gebacken. Rezeptbücher werden nach den besten Festmenüs durchsucht. Dabei sorgen sich die Menschen über Gewichtszunahme, ungesunde Zutaten in Traditionsspeisen oder schwer unter einen Hut zu bekommende Unverträglichkeiten der Gäste. Priv.-Doz. Dr. Gunda Millonig, Gastroenterologin und Ernährungsexpertin am Sanatorium Kettenbrücke, hat nützliche Tipps für entspanntes Essen an den Feiertagen.

Worauf es ankommt

„Es ist grundsätzlich kein Problem, wenn wir an den Feiertagen mehr essen als normal. Wichtig ist, dass die Balance zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch stimmt“, erklärt Dr. Millonig. Für ausreichend Energieverbrauch nach einem Festessen sorgt man am besten mit Bewegung. Wer an den Feiertagen Zeit für Spaziergänge oder Sport einplant, braucht sich nicht mit Kalorienzählen quälen.

Traditionen hinterfragen

„Muss es immer ein Drei-Gänge-Menü und mehr sein? Kann ich manche Traditionsspeise durch leichteres Essen ersetzen?“ regt die Expertin zum Hinterfragen von kulinarischen Gewohnheiten rund um Weihnachten an. Dabei geht es nicht darum, einzelne Zutaten wie etwa Zucker, Butter oder Weißmehl vom Speisezettel zu verbannen. Vielmehr ist es ratsam, üppige Festtagssuppen etwa durch Salate zu ersetzen, zur Nachspeise Bratapfel statt fettreiches Mousse au Chocolat zu servieren, oder die Portionsgrößen etwas kleiner anzusetzen. Lieber bieten die Gastgeber einen Nachschlag, als die Gäste mit einer zu großen Menge am Teller zu überfordern.

Selbstbedienung nimmt Druck

Viele Menschen schätzen es zunehmend, wenn sie sich selbst bedienen können und so nicht nur die Portionsgröße kontrollieren, sondern auch das Verhältnis Fleisch, Fisch und Beilagen am Teller selbst wählen. Auch so lässt sich das Festessen unkompliziert und gesund gestalten. Für Familienmitglieder mit Unverträglichkeiten ermöglicht das selbständige Zugreifen bei Tisch bedenkenloses Essen mit Genuss. Sie vermeiden dadurch unangenehme Gespräche über Sonderwünsche. Eine freie Getränkewahl auch mit nichtalkoholischen Getränken macht es einfacher, ohne viel Diskussion und Erklärungsbedarf auf Alkoholisches zu verzichten. Das hilft etwa Schwangeren, den absolut notwendigen Alkoholverzicht durchzuhalten.

Erste Hilfe bei Völlegefühl

Falls die Augen doch größer sind als der Magen und sich nach dem Festmahl ein unangenehmes Völlegefühl einstellt, ist wieder moderate Bewegung wie Spazieren das Mittel der Wahl. „Der oft empfohlene Verdauungsschnaps verzögert sogar die Verdauung“, so die Fachärztin. Auch ein Nickerchen mit hoch gelagertem Oberkörper, um Reflux entgegenzuwirken, ist sinnvoll.

Genuss und Zusammenkommen zählen

„Letztendlich geht es bei Weihnachten darum, im Kreis seiner Lieben möglichst ohne Stress zusammen zu kommen und gemeinsam ein festliches Essen zu genießen. Wer es schafft, diese Qualität an den Festtagen zu leben, der tut seiner Gesundheit etwas Gutes, auch wenn vorübergehend einmal etwas mehr Kalorien als üblich aufgenommen werden“, betont Dr. Millonig.

Foto: shutterstock