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Die spannende erste Zeit mit einem neugeborenen Baby

Baby

Wenn die Geburt gut überstanden ist, die ersten Tage im Krankenhaus zu Ende gehen, dann bereiten sich junge Eltern auf die ersten Wochen daheim mit dem neuen Baby vor. So schön die Erfahrung ist, ein Kind zu bekommen, so herausfordernd kann die erste Zeit daheim allein ohne Hebammen und ÄrztInnen erscheinen. Da helfen nützliche Tipps zur Säuglingspflege von Kinderärztin Dr. Julia Klingenschmid vom Sanatorium Kettenbrücke, um die ersten Wochen mit einem neugeborenen Baby möglichst entspannt genießen zu können.

Richtig „eingepackt“ nach draußen

Schon bei der Fahrt nach Hause und später bei den ersten Spaziergängen mit dem Neugeborenen bzw. Säugling gilt: ganz normal nach draußen gehen ist gut, aber den Temperaturen entsprechend angezogen. „Die Wärmeregulierung geht über den Kopf, daher ist es bei kälteren Temperaturen oder Zugluft wichtig, dass das Baby eine Haube trägt“, erklärt Dr. Klingenschmid. „Um zu testen, ob das Baby zu warm oder zu kalt hat, prüft man am besten die Temperatur am Nacken oder zwischen den Schulterblättern, denn Füße und Hände der Neugeborenen fühlen sich manchmal kalt an, unabhängig von der Lufttemperatur.“ Beim Anziehen empfiehlt sich das bekannte „Mehr-Schichtsystem“, so kann etwa bei einer Autofahrt im Winter der dicke Overall geöffnet oder sogar ausgezogen werden, um Hitzestau zu vermeiden.

Infektionsquellen meiden

In der kalten Saison sollten die Neugeborenen nicht unbedingt in Räumlichkeiten mit vielen Menschen und Klimaanlage gebracht werden. Mit ganz kleinen Neugeborenen sollten auch keine Schwimmbäder besucht werden. Auch im Sommer gilt, Babys sollten drei bis vier Monate alt sein, bevor sie in öffentliche Bäder mitgenommen werden.

Körperpflege ganz natürlich

„Es genügt, das Neugeborene einmal pro Woche zu baden. Dabei reicht klares Wasser und falls doch ein Badezusatz verwendet wird, sollte dieser pH-neutral und möglichst frei von Duftstoffen sein“, empfiehlt Dr. Klingenschmid. Auch Öl kann ins Badewasser gegeben oder beim Windelwechseln zum Saubermachen verwendet werden. Die Händchen des Babys sollten dabei aber ausgespart bleiben, da sie die gerne in den Mund nehmen. Geeignet für die Reinigung sind Babyöle, Mandelöl, Sonnenblumenöl oder Jojobaöl.

Richtiges Abheilen des Nabels

Der Nabel des Babys ist in der ersten Zeit trocken zu halten, dafür ist nach neuesten Erkenntnissen kein Puder notwendig. „Der Nabel fällt dann zwar ein bisschen später ab, aber die Gefahr beim Pudern ist das Inhalieren des Puders durch das Baby sowie mögliche Hautirritationen“, so die Kinderärztin. Wichtig ist auch, die Windel unter dem Nabel zu verschließen, solange der Nabel noch nicht abgefallen ist.

Den Babyschlaf richtig unterstützen

Es dauert mehrere Wochen, bis die Schlafzeiten der Neugeborenen sich etwas einspielen. Das kann je nach Kind sehr unterschiedlich sein. Etwa um die sechste Lebenswoche lässt sich ein sogenanntes „Schreimaximum“ feststellen: die Kinder schlafen schwerer ein, benötigen viel Körperkontakt. In den ersten Wochen und Monaten sollte man den Babys diese Nähe auch bieten, denn verwöhnen kann man sie in dieser Zeit nicht. Später können junge Eltern versuchen, den Kleinen sanft etwa das alleine Einschlafen anzugewöhnen. Für die Nacht sollten die Neugeborenen jedenfalls bei den Eltern im Zimmer, aber im eigenen Bettchen, und auf dem Rücken in einem Schlafsack schlafen. Das beugt erwiesenermaßen dem plötzlichen Kindstod vor ebenso wie Stillen.

Eltern können also auf vielfältige Art und Weise dazu beitragen, sich selbst und den Babys eine besondere erste Zeit miteinander zu bieten.