Diese Webseite nutzt Cookies
Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.
Ich bin damit einverstanden.

Diabetes mellitus: Wenn der Blutzucker verrückt spielt


Schätzungsweise 32 Millionen Erwachsene sind in Europa an der Blutzuckererkrankung, Diabetes mellitus, erkrankt, allein in Österreich sind etwa 600.000 Menschen davon betroffen. Speziell Diabetes Typ 2 wird immer häufiger in jedem Alter diagnostiziert. Eine gesunde Lebensweise und eine entsprechende medizinische Behandlung können der Erkrankung jedoch präventiv vorbeugen und den Verlauf positiv beeinflussen.

Die Zuckerkrankheit – alles andere als süß

In der Volkssprache auch Zuckerkrankheit genannt, war Diabetes mellitus bereits in der Antike bekannt. Die Bezeichnung stammt aus dem Altertum und bedeutet so viel wie „honigsüßer Durchfluss“, da die Betroffenen häufigen Harndrang verspürten und der Urin auffallend süß war. Heute wissen wir, bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Gruppe von chronischen Stoffwechselstörungen, die eine gestörte Insulinproduktion oder Verwertung des Insulins als Ursache haben. Ist das sensible Insulingleichgewicht gestört, kann der Blutzucker nicht in die Körperzellen gelangen. Dies ist jedoch wichtig, da der Blutzucker die Energieversorgung der Zellen sicherstellt. Es folgt ein erhöhter Blutzuckerspiegel, welcher unter anderem unbehandelt zu verfrühter und verstärkter Gefäßverkalkung und damit zu zahlreichen Organschäden führen kann.

Diabetes Typ 1 vs. Typ 2

Primär wird zwischen Diabetes Typ 1 und 2 unterschieden. Bei Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört werden und in Folge ein absoluter Mangel an Insulin entsteht. Typische Symptome für Diabetes Typ 1 sind starker Durst, Müdigkeit, Sehstörungen, Mundtrockenheit, häufiges Wasserlassen sowie Gewichtsverlust. Bei Typ 2 hingegen entwickelt der Körper eine Insulinresistenz, in der Regel begleitet von einer dauerhaften Überproduktion von Insulin. Diese Art des Diabetes stellt die häufigste Form dar – über 90 Prozent aller Erkrankten leiden darunter. „Erkrankten früher größtenteils Menschen im hohen Lebensalter an dieser Form von Diabetes, sind heute auch immer jüngere Erwachsene und Kinder betroffen“, erklärt Dr. Werner Kirchebner , Facharzt für Innere Medizin in Innsbruck. Die Ursachen für Typ 2 variieren: Teilweise sind genetische Ursachen Auslöser dafür, häufig jedoch ist die Erkrankung das Resultat von Übergewicht und allgemeinem Bewegungsmangel.

Individuelle medizinische Behandlung

Die medizinische Therapie wird individuell auf den Patienten abgestimmt. Diabetes Typ 1-Erkrankte sind immer auf die tägliche Verabreichung von Insulin mittels Spritze oder Insulinpumpe angewiesen. Vor allem beim Typ-II-Diabetes können auch andere Medikamente die Ausprägung der Krankheit stabilisieren. Wichtig ist jedoch, dass Betroffene mittels Messgerät ihre Blutzuckerwerte kontrollieren können. Patient und Arzt müssen dabei Hand in Hand zusammenarbeiten: "Nach einer Analyse von Lebensstil, Essverhalten und Risikoprofil hinsichtlich einer drohenden Blutzuckererkrankung wird ein ganzheitliches Behandlungskonzept erstellt. Dieses hat zum Ziel, besser mit einer Diabeteserkrankung umgehen zu können.", erläutert Dr. Kirchebner den Ablauf der ärztlichen Betreuung. Somit könne auch einer Diabeteserkrankung und den gefürchteten Spätfolgen präventiv vorgebeugt werden.

Gesunder Lebensstil

Eine gesunde Lebensführung kann Diabetes und dessen Spätfolgen nicht nur verzögern, sondern manchmal auch verhindern bzw. die Folgen der Erkrankung abschwächen. Dementsprechend sind Obst, Gemüse und ballaststoffhaltige sowie fettarme Lebensmittel wichtig. Diese unterstützen den Körper bei der Regulierung der Blutzuckerwerte. Vor allem der Anteil und die Qualität der aufgenommenen Kohlenhydrate ist von besonderer Bedeutung, da sich der Energielieferant direkt auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Zudem hilft regelmäßiger Sport um Gewicht und Blutfette zu reduzieren sowie erhöhten Blutdruck zu kontrollieren. Auch die Insulinempfindlichkeit verbessert sich, da Sport den Blutzuckerspiegel senkt. Obwohl die Diagnose Diabetes mellitus für die meisten Patienten zunächst ein Schock ist, gibt es Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf zu lindern. Die Erkrankung selbst als auch deren Spätfolgen sollte frühzeitig behandelt und möglichst bereits präventiv vorgebeugt werden. Dabei spielen ein gesunder Lebensstil, sowie die richtige medikamentöse Behandlung die entscheidende Rolle.

Erfahren Sie hier mehr zu unserem Behandlungsangebot auf dem Fachgebiet der Inneren Medizin.

Fotocredit: : istock/vgajic

Kirchebner; Diabetes; Zuckerkrankheit;Privates Krankenhaus; Sanatorium Kettenbrücke;